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Georgianer: Gaudeamus igitur...

Auf denn, lasst uns fröhlich sein | Lingener Tagespost vom 23.08.2005

"Gaudeamus igitur ... (Auf denn, lasst uns fröhlich sein), wird es am kommenden Wochenende heißen, wenn sich die ehemaligen Georgianer, wie alle fünf Jahre, wieder in Lingen treffen. Gegründet wurde die "Alte Penne", wie sie liebevoll von den Schülern genannt wird, anno 1680, also vor 325 Jahren.
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"Kaum eine Periode im Leben eines Menschen, so wage ich zu behaupten, ist so prägend wie die Schulzeit, und je älter man wird, desto mehr kommen die Erinnerungen zurück", blickt Dr. Walter Schulz, 1. Vorsitzender des Vereins ehemaliger Georgianer, mit Wehmut zurück in seine Jugendzeit.
Vieles habe er dort zum ersten Mal erlebt: Schönes und Beängstigendes, Langweiliges und Aufregendes. "Dazu gehörten natürlich verpatzte Klassenarbeiten, der Eintrag ins Klassenbuch (Schulz benimmt sich flegelhaft) und natürlich auch die erste große Liebe", lacht der Vorsitzende in einem Gespräch mit unserer Zeitung. Weiterer Teilnehmer in der Runde ist neben Schulz Jürgen Boss, der auch dem Vorstand des Vereins angehört.
 
Selten oder nie habe man so eine verschworene Gemeinschaft wie den Klassenverband erlebt, sei man so unbeschwert glücklich gewesen, so offen für alles und so ohne Angst vor der Zukunft. Boss: "Um diese Erinnerungen wieder aufzufrischen und um zu hören, was aus den anderen jener Tage geworden ist, treffen sich die Georgianer alle fünf Jahre am letzten Wochenende im August zu einem großen und fröhlichen Wiedersehensfest."
 
Studiendirektor Paul Meyer habe 1928 die Idee gehabt, zur 250-Jahr-Feier der "ehrwürdigen Lehranstalt" im Jahre 1930 auch die ehemaligen Schüler einzuladen. Dieses erste Treffen hätten die Alten Herren des GTRV von 1880 (Gymnasial Turn- und Ruderverein) mit Emil Greiner, Friedel Koke und Männe van Acken organisiert. Schulz: "Und weil das damals wohl sehr schön gewesen sein muss, hat man auch gleich den Verein dazu gegründet."
 
Beginnen wird das große Fest, zu dem wiederum mehr als 1000 Gäste aus aller Welt erwartet werden, am Freitag, 26. August, um 20.30 Uhr mit einem Fackelzug auf dem Alten Pferdemarkt. Um 21 Uhr (Schulz: "Mit Glockenschlag") wird von dort aus mit der Blaskapelle Schapen über Burgstraße, Markt, Große Straße bis zur Wilhelmshöhe marschiert, um sich hier zu einem zwanglosen Begrüßungsabend zu treffen. Bereits ab 10 Uhr (Samstag ab 9 Uhr) ist das Empfangsbüro im Historischen Rathaus geöffnet. Hier werden die Teilnehmerkarten ausgegeben, und außerdem können dort auch noch rote Mützen erstanden werden.
 
Am Samstag kann man ab 9.30 Uhr die "Schätze des Georgianums" im Schulgebäude bewundern. Dazu gehören unter anderem ein Bild von Georg V., ein Schulzepter, alte Fahnen und Literatur aus dem 16. Jahrhundert.
 
Um 10 Uhr findet eine Generalversammlung im Forum der Gymnasien Georgianum und Johanneum statt, die mit einer Kranzniederlegung am Gedenkstein vor dem Georgianum endet. Der eigentliche Festakt beginnt um 11 Uhr im Forum, in dessen Verlauf Dr. Jan Palmowski, King-College, London, die Festansprache halten wird.
 
Ab 15 Uhr wird eine geführte Stadtrundfahrt angeboten, an der alle Interessierten, nach Anmeldung im Empfangsbüro, teilnehmen können. Das Treffen der GTRVer zum 125-jährigen Vereinsjubiläum findet um 17 Uhr am Bootshaus statt. Der Tag nimmt seinen Ausklang mit einem Festball auf der Wilhelmshöhe. Der Eintritt ist nur mit einer Teilnehmerkarte möglich, die für Mitglieder und ihre Partner kostenlos im Empfangsbüro ausgegeben wird.
 
Erstmalig findet am Sonntag um 10 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst auf dem Universitätsplatz mit Bischof Dr. Martin Kruse, Dr. Ernst Pulsfort und Pastor Ernst Wissmann statt. Ab 11 Uhr spielt dann die Blaskapelle Schapen zum traditionellen Frühschoppen auf dem Marktplatz. Weitere Informationen können unter www.georgianer.de angefordert werden: Ab jetzt heißt es: Gaudeamus igitur...