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Die Georgianer kommen

 

Treffen in Lingen findet alle fünf Jahre statt

Lingen. Die Zeit des Wartens hat ein Ende – am kommenden Wochenende feiern die Georgianer ihr alle fünf Jahre wiederkehrendes Fest in Lingen: das Georgianerfest, zudem rund 1200 Ehemalige erwartet werden. Eingeladen sind natürlich auch die Ehemaligen des Gymnasiums Johanneum, deren „Penne“ im vergangenen Jahr mit dem heutigen Georgianum fusionierte.
Vieles hat sich geändert in den vergangenen 330 Jahren, seit der Eröffnung der lateinischen Schule am 22. Januar 1680. So empfahlen die damaligen „Wetten“ (Schulgesetze) unter anderem: „Die Wetten empfehlen den Lehrern, die Kinder lieber durch Güte als durch Härte zu erziehen, nicht an den Kopf noch mit einem Stock zu schlagen, sondern sich einer Rute zu bedienen, damit sie von allen Schülern als eigene Väter angesehen werden und Gehorsam bei ihnen finden.“

Und gerade weil sich diese Zeiten wohltuend verändert haben, werden auch in diesem Jahr wieder mehr als 1200 „alte“ Pennäler in der Stadt an der Ems erwartet. Im Jahre 1930 fand zum ersten Mal ein solches Treffen statt und wurde bis auf die Jahre 1940 und 1945 jedes Mal begeistert gefeiert.

Eröffnet wird die dreitägige Veranstaltung am Freitag, 27. August, ab 10 Uhr im Empfangsbüro im Historischen Rathaus. Um 20.30 Uhr treffen sich die Teilnehmer des Georgianerfestes zum Fackelumzug auf dem Alten Pferdemarkt, von wo es über die Burgstraße, den Marktplatz und die Große Straße zur Wilhelmshöhe geht. Hier findet dann ein zwangloser Begrüßungsabend statt.

Der darauf folgende Samstag beginnt um 10 Uhr mit einer Generalversammlung des Vereins der ehemaligen Georgianer. Eine Stunde später, um 11 Uhr, beginnt in der Aula des Georgianums der Festakt mit einer Festansprache von Dr. Werner Brinker, dem Vorstandsvorsitzenden der EWE AG sowie Präsident des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft.

Wer im Anschluss an den offiziellen Teil der Veranstaltung Lust hat, an einer rund zweistündigen Stadtrundfahrt mit Führung teilzunehmen, muss sich dafür vorher im Empfangsbüro anmelden.

Wer die vielen Veränderungen in Lingen bereits kennt, kann um 16 Uhr in das Foyer des Theaters an der Wilhelmshöhe kommen. Dort liest Altbischof Dr. Martin Kruse aus seinem Buch „Es kam immer anders“.

Um 17 Uhr findet eine außerordentliche Generalversammlung des GTRV im Bootshaus am Dortmund-Ems-Kanal statt.

Den Abschluss des Tages bildet ein festliches Beisammensein in den Räumen der Wilhelmshöhe. Der Eintritt ist nur mit einer Teilnehmerkarte möglich, die im Empfangsbüro ausgegeben wird.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Professorenplatz um 10 Uhr wird der Sonntag eingeläutet. Gestaltet wird die Feier von Pastor Ernst Wissmann, Pfarrer Dr. Ernst Pulsfort und Altbischof Dr. Martin Kruse.

Im Anschluss daran findet zum Abschluss um 11 Uhr der traditionelle Frühschoppen auf dem Marktplatz statt.

Schulleiter Heinz Buss: „Seit der Einführung des Abiturs an unserer Schule im Jahre 1832 hat kürzlich der 11111. Schüler seine Reifeprüfung bestanden – ohne Stockschläge oder andere Züchtigungen“, verweist Buss mit einem Schmunzeln auf die zurückliegenden Jahrhunderte. „Wir freuen uns sehr auf dieses Fest, weil es nicht nur ein Schulfest ist. Das Treffen dokumentiert auf eindrucksvolle Weise die Verbundenheit unserer Ehemaligen mit ihrer ,alten Penne‘, dem Johanneum, und ihrer Heimatstadt Lingen.“ Hier werde ein Gemeinschaftsgefühl spür- und sichtbar, das seinesgleichen suche.


Quelle: Lingener Tagespost 23. August 2010