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Vom Gottesdienst bis zum Frühschoppen

 

Großes Festprogramm für Hunderte Ehemalige beim 16. Georgianertreffen in Lingen

 
 
Gewitter in den Morgenstunden, doch das Georgianerfest konnte wie geplant weiter gefeiert werden: Die 16. Wiedersehensfeier der ehemaligen Georgianer in Lingen ist nun Geschichte. Von Freitagabend bis in den späten Sonntagnachmittag feierte Jung und Alt auf der Wilhelmshöhe, dem Marktplatz, nahmen am ökumenischen Gottesdienst und am Festakt in der Schule teil. „Gaudeamus igitur – Auf denn, lasst uns fröhlich sein“, dieses Motto war drei Tage lang spürbar.

Trockenes Wetter beim Fackelzug, Spätsommer bei der außerordentlichen Generalversammlung des Gymnasial Turn- und Rudervereins (GTRV) von 1880 am Bootshaus, beim ökumenischen Gottesdienst und dem traditionellen Frühschoppen auf dem Marktplatz waren beste Rahmenbedingungen für das Open-Air-Programm. Mehr als 700 Ehemalige gingen froh gelaunt zur Wilhelms höhe – und trafen dort ihre Freunde, Bekannten und Mitschüler allerdings in unterschiedlich hoher Zahl.

Geschichten aus jüngerer oder älterer Vergangenheit kursierten, und je später der Abend beziehungsweise früher der Morgen, desto redseliger wurden die Damen und Herren mit ihren roten Mützen. Für viele galt, dieses Festwochenende ausgiebig zu feiern und möglichst an allen Programmpunkten teilzunehmen.

Nach der Generalversammlung und Kranzniederlegung am Gedenkstein eröffnete der scheidende Vorstandsvorsitzende Walter Schulz den Festakt in der Aula. Schulleiter Manfred Heuer begrüßte die Gäste. Ihm und der Schule sei es eine Ehre und Freude, die Ehemaligen – viele kannten ihn noch nicht – im „altehrwürdigen und wunderbaren Gymnasium“ begrüßen zu dürfen. Stolz sei er auf die Vorstandsmitglieder des Georgianervereins, die eine solch große Veranstaltung vorbereiten und durchführen. Für die Verbundenheit und den „guten Geist, den man auch bei der Generalversammlung spüren konnte“, dankte Heuer herzlichst.

In seiner Festansprache hinterfragte Professor Dr. Hans-Michael Heinig das Thema „Soll der Staat uns nach der Schule erziehen?“ Rückblickend referierte er über seine Zeit am Johanneum (Abitur 1990) und bezeichnete Schule als Lehr-/ Lernort des „sozialen Zusammenlebens“, wo Regularien eingehalten werden müssten. Der Jurist referierte anschaulich darüber, ob sich die „staatliche Erziehungsgewalt“ nur auf die Schule beschränke oder sich danach fortsetze. Mit Lenkungsmaßnahmen, dem „nudging“, werde in unseren Alltag eingegriffen. „Der Staat gibt uns einen kleinen staatlichen Schubs und bewegt seine Bürger mit sanftem Zwang zum Glück.“

Das Spannungsverhältnis zwischen gleichzeitiger Freiheit und vormundschaftlicher Beziehung zwischen Herrscher/Herrschern und beherrschten Personen thematisierte der Direktor des Institutes für öffentliches Recht wissenschaftlich anschaulich.

In der voll besetzten evangelisch-lutherischen Kreuzkirche feierten Pfarrer Dr. Ernst Pulsfort, Pastor i. R. Ernst Wissmann und Pastor Thorsten Jacobs einen ökumenischen Gottesdienst. Der traditionelle Frühschoppen auf dem Marktplatz, musikalisch umrahmt von der Blaskapelle Schapen und Georgie’s Groove Orchester,  bildete den Abschluss der 16. Wiedersehensfeier.
 
 
Quelle: Lingener Tagespost 01. September 2015